Ist Solarenergie noch wirtschaftlich sinnvoll?

Ist Solarenergie noch wirtschaftlich sinnvoll?

Wie sinnvoll ist heute noch, in eine Photovoltaikanlage zu investieren? Um diese Frage fundiert beantworten zu können, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden.

 

 

Preisentwicklung bei der Vergütung

Allgemein diskutiert wird die Aussage, dass die Vergütung für die Einspeisung gesunken ist. Dies ist eine Tatsache, welche nicht wegzudiskutieren ist. Vergütete z.B. die BKW Energie AG 2015 noch 9.72 Rp./kWh, so sind es tatsächlich heute inkl. Vergütung für den Herkunftsnachweis noch 7.97 Rp./kWh, bei den Industriellen Werke Basel IWB sank die Vergütung sogar um 10 Rp./kWh im gleichen Zeitraum (Quelle: www.vese.ch). Somit erhält man heute weniger, wenn man direkt einspeist. Aber ist dies überhaupt der richtige Weg?

 

 

Der Eigenverbrauch

Auch wenn die Energiestrategie 2050 beabsichtigt, den Stromverbrauch gegenüber dem Stand im Jahr 2000 um 13% zu senken, so zeigt die Realität etwas ganz anderes. Wurden im Jahr 2000 noch rund 52 TWh Strom verbraucht, waren es 2019 bereits 57 TWh (Quelle: www.vese.ch). Dadurch steigt die Nachfrage nach Strom, und dies widerspiegelt sich auch bei der Entwicklung der meisten Strompreise, welche nach einem Tief 2008 wieder im Durchschnitt gestiegen sind.

 

Entsprechend wird es in Zukunft immer sinnvoller werden, die eigene Stromproduktion für den Eigenverbrauch einzusetzen statt kostenintensiven Strom zu beziehen respektive für wenig Geld beim lokalen Energieversorger einzuspeisen. Und wenn man berücksichtigt, dass bei der Strommarktöffnung in Deutschland vor einigen Jahren der durchschnittliche Strompreis für kleinere Verbraucher gestiegen ist (statt der erhofften Senkung wie bei anderen Märkten), und dies auch in der Schweiz geplant ist, wird sich diese Situation noch verschärfen.

Und eines darf man bei der gesamten Diskussion nicht vergessen: Setzt man die eigene Produktion ein, fallen keine Kosten für die Netznutzung an.

 

 

Die Anschaffungs- und Herstellkosten der Photovoltaikanlagen

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist nicht nur die Einnahmeseite, sondern vor allem auch die Entwicklung auf der Aufwandseite. Und da sieht man zwei entscheidende Trends: Einerseits sind die Solarmodule viel günstiger geworden (teilweise durch den Markteintritt asiatischer Hersteller), und somit sinken hier die Kapitalkosten, anderseits steigt der Wirkungsgrad dank neuer Technologien und Innovationen laufend. Die Kombination beider Trends hat zur Folge, dass die Herstellkosten für Solarstrom über die Jahre gesunken sind und mit jeder weiteren Entwicklung sinken. Experten gehen davon aus, dass man langfristig ca. 11 Rp./kWh für die Herstellung von Solarstrom bei einem normalen Einfamilienhaus zahlen wird.

 

 

Politische Aspekte

Die Energiewende ist eine beschlossene Sache, und damit auch den langfristigen Ausstieg aus der Atomenergie. Und wenn die Ziele der Energiestrategie 2050 erreicht werden sollen, wird es trotz Optimierung im Stromverbrauch alternative Energiequellen (heute stammt rund ein Drittel von Atomkraftwerken) brauchen. Dass dabei Solarstrom in der Schweiz eine wichtige Rolle spielen wird, zweifeln heute die wenigsten an.  

 

 

Fazit

Es ist eine Tatsache, dass die Vergütung heute tiefer ist als noch vor einigen Jahren. Es ist aber genau so eine Tatsache, dass der technologische Fortschritt zu einer massiven Effizienzsteigerung von Photovoltaikanlagen geführt hat, und diese noch andauert. Und wenn man noch die energiepolitischen Aspekte berücksichtigt, kann man mit grosser Sicherheit sagen, dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage langfristig lohnen wird.

 

 

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